9.Rang EM Jurmala

21.08.2017 16:09:48 | ninabetschart@hotmail.com

 Hallo zusammen

Zurück aus Jurmala, schauen wir auf eine eigentlich sehr coole EM zurück.

Warum nur „eigentlich“, werdet ihr gleich selber lesen… :)

Bereits am Sonntagabend sind wir nach Lettland gereist, um uns optimal auf die Verhältnisse (Courts direkt am Meer und windig) einzustellen und vom ersten Spiel an ready zu sein.

Dies gelang uns sehr gut und wir konnten im ersten Spiel gegen eines der Heimteams unserer Favoritenrolle gerecht werden. Wir zeigten eine stabile Leistung in allen Bereichen und waren mit dem Start sehr zufrieden.

Am nächsten Tag standen dann die Gruppenspiele zwei und drei auf dem Programm. Das Spiel am Vormittag gegen Litauen lief für uns erneut sehr gut und wir konnten unsere Taktik erneut gut auf- und erfolgreich durchziehen. Somit ging es am Abend gegen Österreich (Schwaiger/Schützenhöfer) um den Gruppensieg und die direkte Qualifikation für die 1/8tel Finals. 

Leider zogen wir unerklärlicherweise ein sehr schwaches Spiel ein und mussten uns ohne je in den Rhythmus gekommen zu sein 0:2 geschlagen geben.

Zeit, die Köpfe hängen zu lassen blieb uns aber nicht, denn am nächsten Morgen stand das 1/16tel Final gegen Russland (Dabizha/Abalakina) an.

Obwohl das Spiel des Vortags noch nicht ganz vergessen war, konnten wir uns souverän durchsetzen. Mit Tschechien (Kolocova/Kvapilova) wartete ein sehr starker Gegner auf uns, trotzdem waren wir nun wieder guten Mutes, in diesem Turnier noch etwas erreichen zu können.

Genau so starteten wir dann auch in die Partie. Wir konnten mit dem Aufschlag sehr viel Druck erzeugen und liessen unsere Gegnerinnen keine „einfachen“ Punkte machen. 

Mit einer variablen Angriffsleistung hatten wir auch keine Probleme, unser Sideoutspiel erfolgreich zu gestalten und führten nach klar gewonnenem Startsatz auch in Satz zwei mit 13:8. Unsere Gegnerinnen schalteten dann einen Gang höher, machten mit Aufschlag und Block/Defense sehr viel Druck. Unsere Aufschläge hingegen hatten nicht mehr die gleiche Wirkung wie bisher.

Die Tschechinnen erzielten viele Punkte in Folge, was bei uns auch etwas Unsicherheit auslöste und plötzlich stand es 14:14. Nun spielte die aktuelle Weltnummer 8 all ihre Stärken aus. Wir fanden keine Lösungen, das Spiel wieder auf unsere Seite zu reissen und mussten den zweiten Satz abgeben. Wir versuchten noch einmal tief durchzuatmen und uns zu pushen, führten in Durchgang drei mit 3:1, aber danach passte leider nicht mehr viel zusammen.

Auf fast alle Lösungen, die wir probierten, fanden unsere Gegnerinnen eine bessere Antwort und wir mussten abreissen lassen. Wir verloren das Spiel mit 1:2 und verabschiedeten uns mit einem 9. Rang vom Turnier.

An einer EM gegen ein sehr gutes Team 1:0 und 13:8 in Führung zu liegen, und dann noch zu verlieren tut sehr weh. Wir hatten in den ersten paar Stunden beide keine Worte dafür und werden dieses Spiel wohl auch nicht so schnell vergessen.

Als wir geduscht, etwas Abstand genommen und uns zum Trost ein leckeres Nachtessen gegönnt hatten, setzten wir uns noch einmal mit unserem Trainer und Mentaltrainer zusammen und kamen zum Schluss, dass es grundsätzlich ein gutes Turnier und vor allem über weite Strecken ein gutes Spiel gewesen war und unser Ziel für die Zukunft ganz klar sein muss, noch mehr Konstanz ins Ganze zu bringen.

Nun freuen wir uns riesig, diese Woche das grosse Saison-Finale in Hamburg spielen zu dürfen und werden noch einmal all unsere Energie zusammenpacken, um am letzen internationalen Turnier eine möglichst gute Leistung zu zeigen und mit einem guten Gefühl abzuschliessen.

Liebe Grüsse

Tanja und Nina